Auf Twitter existieren sie schon eine ganze Weile, die Promoted Tweets. Die Option, einzelne Beiträge durch einen gewissen finanziellen Betrag einem größeren Publikum zugänglich zu machen und diese gleichzeitig präsenter aus der Masse heraus stechen zu lassen, gibt es nun auch seit einer Weile bei Facebook. Doch wie erstellt man einen solchen Promoted Post und was sind die Vor- und Nachteile daran?
Erstellung eines Promoted Posts
Beim Verfassen eines Beitrags auf einer Facebook Fanseite kommt man seit neuestem nicht mehr darum, auf den kleinen Button „Bewerben“ aufmerksam zu werden. Neben der speziellen Zielgruppenausrichtung für einen Beitrag und der Möglichkeit, diesen für die Zukunft zu planen, findet sich die Option zum Bewerben, also Promoten, in der unteren Leiste des Bearbeitungsfensters.
Mit einem Klick darauf, wird es direkt ernst. Das Fenster, das sich öffnet, bietet 3 unterschiedliche Optionen: Budget, Dauer und Bezahlung.
In Sachen Budget stehen 2 vorgeschlagene Gebote (Laufzeitbudgets) zur Auswahl – in unserem Fall 4 GBP für eine kleinere Reichweite, 7 GBP für eine größere Reichweite. Wie viele User potentiell mit dem Beitrag erreicht werden können, also die geschätzte Reichweite, wird direkt daneben angegeben.
Die Dauer des Promotens ist festgeschrieben und auf 3 Tage angesetzt.
Bei der Zahlungsoption steht automatisch die hinterlegte Verbindung zur Verfügung, die man für das eigene Facebook Werbekonto hinterlegt hat. Hat man diesen Schritt noch nicht getätigt, kann hier ganz einfach eine Kreditkarte angegeben werden.
Und dann geht es schon ans Eingemachte. Ein Klick auf „Speichern“ und mit Verabschieden des Posts wird er automatisch promoted. Zu sehen sind Promoted Posts wie auch ganz „normale“ Posts in dem Newsstream der Fans und bei Interaktion mit dem Beitrag eben auch bei deren Freunden.
Vermerkt ist das Ganze mit dem Hinweis „Sponsored“, dadurch kommt der Promoted Post deutlich unaufdringlicher als eine Werbeanzeige an der rechten Seite daher.
Nachträgliches Bewerben eines Beitrags
Auch nachträglich lassen sich Beiträge promoten. Bis zu 3 Tage nach der Veröffentlichung findet sich der Button „Bewerben“ unter dem Post auf der Chronik. Das Gute daran ist, dass man bereits sehen kann, wie viele Menschen der Beitrag bereits erreicht hat und ob man diese Reichweite gegebenenfalls noch erhöhen möchte.
Vorteil der Promoted Posts
Der deutliche Vorteil ist, dass Beiträge mit wenig finanziellem Aufwand mehr Reichweite und auch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Dabei wirken die Promoted Posts nicht wie eine offensichtliche Werbeanzeige, sondern werden ganz subtil bei Facebook eingespeist.
Außerdem ist die Aufsetzung und der Verwaltungsaufwand relativ gering.
Nachteil der Promoted Posts
Facebook selbst gibt an, dass man mit einem normalen Post nicht alle Fans einer Fanseite erreichen kann. Warum das? Da gibt es beispielsweise den Facebook Edgerank, mit dessen Hilfe ermittelt wird, welcher User welche Beiträge zu sehen bekommt. Hier kommt es vor allem darauf an, wie oft ein User mit einer Seite interagiert, das heißt, wie viel Interesse jemand für bisherige Beiträge gehegt hat.
Nun gibt es aber auch die Promoted Posts und damit diese sich für Seitenbetreibe auch lohnen, wird klar, dass man es mit einem normalen Beitrag nie schaffen wird, eine so große Reichweite zu erlangen, wie es mithilfe der Promotes Posts möglich ist. t3n haben mit ihrem Artikel „Promoted Posts: Wie Facebook erst Reichweite kürzt und für Geld wieder herstellt“ den Nagel eigentlich auf den Kopf getroffen.


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