Während Google nach wie vor unangefochten die Spitzenposition unter den Suchmaschinen einnimmt, ist Ecosia eine im Vergleich zu Bing oder Yahoo weniger bekannte Suchmaschine. Das ist erstaunlich, bedenkt man, dass Ecosia in den letzten Jahren erheblich an NutzerInnen gewonnen hat und mittlerweile fast 20 Millionen, vorwiegend in Deutschland und Frankreich, zählt.
Was ist Ecosia?
Ecosia wurde im Dezember 2009 in Deutschland gegründet und ist weltweit die einzige gemeinnützige Suchmaschine. Ihr Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit, Datenschutz und Transparenz. Derzeit können Werbekampagnen auch auf Ecosia geschaltet werden, jedoch nicht ausschließlich. Wie genau das Schalten von Werbung auf Ecosia funktioniert, haben wir euch in diesem Blogeintrag bereits erklärt.
Wie funktioniert Nachhaltigkeit bei Ecosia?
Ecosia verwendet 100 % seiner Gewinne für Umwelt- und Klimaschutzprojekte, insbesondere für die Aufforstung. Über eine Anzeige am oberen Rand der Seite können die NutzerInnen tracken, wie vielen Bäumen ihre Suchanfragen entsprechen. Außerdem sind Suchanfragen über Ecosia klimaneutral, dank der eigenen Energieerzeugung durch Solarmodule.

Auch bei den Suchergebnissen führt Ecosia seinen umweltfreundlichen Leitfaden fort, indem umweltfreundliche Organisationen und Unternehmen (z. B. „Patagonia“ oder „Armed Angels“) in den Suchergebnissen mit einem grünen Blatt gekennzeichnet werden. Analog dazu wird auf Firmen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten (z. B. die „RAG Aktiengesellschaft“), mittels eines Kohlekraftwerk-Symbols hingewiesen.

Die hohe Transparenz zeichnet sich durch die Veröffentlichung monatlicher Finanzberichte aus, was die Ernsthaftigkeit im Bereich Umweltschutz belegt.
Wer nutzt Ecosia?
Ecosia wird hauptsächlich von Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren genutzt, die großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen. Mit der Initiative “Ecosia on Campus” gewinnt Ecosia zunehmend an Bedeutung an Universitäten und Hochschulen und setzt sich dort als Standard-Suchmaschine durch. Bereits über 30 Hochschulen, darunter die Ludwig-Maximilians-Universität München, haben auf Ecosia umgestellt.
Fazit
Google bleibt weiterhin die unangefochtene Nummer eins unter den Suchmaschinen. Dennoch sollte Ecosia, auch dank eines gewissen Underdog-Effekts, nicht unterschätzt werden. Insbesondere für Marken und Produkte, die sich durch ein nachhaltiges und umweltfreundliches Image auszeichnen und umweltbewusste KundInnen ansprechen möchten, kann Ecosia eine interessante Alternative darstellen. Auch das Umstellen bestimmter Universitäten und Hochschulen auf Ecosia als Standard-Suchmaschine bietet die Möglichkeit, über Ecosia tendenziell größere studentische Zielgruppen zu erreichen.

Lena

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